Wer ist Googles grösste Konkurrenz?

Wer ist Googles grösste Konkurrenz?

Amazon Online Shop
Das selbst erklärte Ziel von Google ist es, die Informationen der Welt zu organisieren und für alle zu jeder Zeit zugänglich und nutzbar zu machen. Und das scheint Google auch gelungen zu sein, denn unter den Suchmaschinen gilt das Unternehmen als weltweiter Marktführer. Der Erfolg zeigte sich rasch gewinnbringend, besonders in Verbindung mit kontextsensitiver Werbung, die Google auf Webseiten außerhalb des eigenen Netzwerks stellt. Das Unternehmen finanzierte mit dem Gewinn eine Vielzahl von Software-Anwendungen im Bereich Kommunikation, Information und Datenorganisation. Wie bei jedem führenden Unternehmen lauert auch bei Google die Konkurrenz, doch das schien das Unternehmen bisher kaum zu berühren, wurde doch selbst einem der größten Mitbewerber, Yahoo, gegen Bezahlung die Nutzung der eigenen Datenbank für dessen Suche bewilligt. Angesichts der letzten Börsenergebnisse und dem Auftreten eines neuen, unerwarteten Konkurrenten, wird die Angelegenheit vielleicht inzwischen nicht mehr ganz so locker gesehen.

Amazon tritt auf den Plan

Eric Schmidt, Chef des Verwaltungsrates von Google, sieht in Amazon inzwischen den größten Konkurrenten im Suchmaschinenbereich, noch vor Yahoo und Bing. Unerwartet, denn Amazon ist keine Suchmaschine im eigentlichen Sinn, sondern ein Online-Handelsunternehmen. Wer Schmidt kennt, weiß, dass er bekannt für sensationelle und gegensätzliche Aussagen ist. In diesem Fall jedoch zeigt sich seine Äußerung, die kürzlich auf einer Veranstaltung in Berlin gefallen ist, als durchaus logisch. Wer etwas kaufen möchte, schaue zunächst auf die Seiten von Amazon, erklärte er und ergänzte: „Im Grunde antworten sie auf Anfragen und Suchen der Nutzer genauso, wie wir es tun.“ Er räumte auch ein, dass vergangene Erfolge und die Größe eines Unternehmens kein Garant für die Zukunft seien. Selbst größte Unternehmen könnten rasch übertrumpft werden, wie es sich bereits bei Nokia, Blackberry und Microsoft gezeigt hätte. Auch verteidigte sich Schmidt gegen den Vorwurf, Google sei ein Monopolist. Das gezeichnete Bild sei eindeutig falsch, denn Google sei nur ein Weg von vielen. Niemand sei gezwungen, Google zu nutzen.

Der Weg nach oben

Google Inc., das Unternehmen mit dem Hauptsitz in Mountain View, wurde im September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Der Gründungstag war gleichzeitig der Start für die Testversion der Suchmaschine, die noch im selben Jahr offiziell online ging. Gearbeitet wurde damals in einer Garage, das Startkapital wurde mühsam von den Familien und Freunden sowie dem Investor Andreas von Bechtolsheim aufgebracht. Google war zu dem Zeitpunkt nicht die einzige Suchmaschine, doch das Unternehmen konnte sich durchsetzen. Der Schlüssel lag in der Einfachheit. Die anderen Suchmaschinen, darunter auch Altavista, bauten zu dem Zeitpunkt ihre Seiten zu aufwändigen Portalen um. Der Aufbau der Google-Seiten jedoch wurde sehr einfach gehalten, was sich als Vorteil erwies, da das Internet in diesen Jahren noch sehr langsam arbeitete. Bereits fünf Monate nach der Gründung zog das Unternehmen mit neuen Mitarbeitern in Büroräume um. 5.000 Suchanzeigen täglich konnten zu dem Zeitpunkt bereits verzeichnet werden. Heute kann Google auf einen weltweiten Anteil von 70 Prozent an allen Suchanfragen verweisen. 2013 lag Google bei der von Interbrand veröffentlichten Liste der weltweit wertvollsten Marken auf Platz zwei, geschätzter Markenwert 93,29 Milliarden US Dollar. Bei Millward Brown rückt 2014 das Unternehmen mit einem geschätzten Marktwert von 158,84 Milliarden US Dollar sogar auf Platz 1 vor.

Konkurrenz auf weiteren Gebieten

Drohnen für Warenlieferungen

Während Amazon sein Drohnen-Projekt ‚Amazon Prime Air‘ bereits vor einigen Monaten vorgestellt hat, zieht Google nun nach. In den Laboren von Google X in Australien feilen Ingenieure an ‚Project Wing‘.

Telefone

Amazons erstes Smartphone geht in Deutschland an den Start: Das Fire Phone ist ab sofort vorbestellbar und soll ab 30. September ausgeliefert werden. Ein Jahr lang wird das Firephone exklusiv von der Telekom und nur in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag vertrieben. Käufer wollen Amazon und Telekom vor allem mit speziellen Features wie der dynamischen Perspektive und Firefly gewinnen. Weitere Infos zu Funktionen und Preis gibt’s in diesem Video.

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