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Manuelle Massnahmen von Google aufgrund von unnatürlichen Links

Google Suchmaschine
Viele Webmaster haben in letzter Zeit ein freundliches, aber bestimmtes E-Mail von Google erhalten, mit folgendem Wortlaut: „Google hat ein Muster mit künstlichen oder unnatürlichen Links auf Ihrer Website erkannt. Der Kauf von Links oder die Teilnahme an Linktauschprogrammen mit der Absicht, den PageRank zu manipulieren, stellt einen Verstoß gegen die Google-Richtlinien für Webmaster dar.

Aufgrund unnatürlicher Links von Ihrer Website hat Google eine manuelle Spam-Maßnahme gegen xy.de/ verhängt. Gegebenenfalls erfolgen weitere Maßnahmen für Ihre Website oder Teile davon.

Empfohlene Vorgehensweise

  • Identifizieren Sie bezahlte oder anderweitig unnatürliche Links mithilfe von rel=“nofollow“ oder durch Weiterleitung auf eine Zwischenseite, die von robots.txt blockiert wird.
  • Entfernen Sie problematische Links von Ihrer Website.
  • Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihre Website den Google-Richtlinien für Webmaster entspricht, können Sie einen Antrag auf erneute Überprüfung stellen.
  • Eine aktuelle Liste der manuellen Maßnahmen, die zurzeit für Ihre Website gelten, finden Sie auf der Seite Manuelle Maßnahmen Sind dort keine manuellen Maßnahmen aufgeführt, brauchen Sie keinen Antrag auf erneute Überprüfung mehr zu stellen.

Die manuelle Maßnahme wird aufgehoben, sobald Ihre Website nicht mehr gegen unsere Richtlinien verstößt.

Wie kommuniziert man am besten mit Google?

Diese Nachricht ist zunächst sehr unangenehm. Mittelfristig kann es aber durchaus eine Chance sein, die eigene Webseite zu verbessern.

Wie soll man reagieren? Wenn man keinen Wert darauf legt, in den Google Suchergebnissen zu erscheinen, muss man gar nichts tun. Die meisten Webseiten werden aber wohl den meisten Traffic über Google erhalten.

Google gibt in den versendeten E-Mails häufig keine Hinweise, worin der oder die Fehler genau liegen. Tröstlich ist der letzte Satz: wenn eine Webseite überarbeitet wurde (das kann Stunden oder Tage dauern), gibt es für Google keinen Grund mehr, die Webseite aus dem Index auszusperren. Man kann sein Schicksal also selber in die Hände nehmen.

Gekaufte oder verkaufte Links können ein Grund für eine manuelle Massnahme sein. Genauso gut ist es aber möglich, dass ein Hauptteil Ihres Internetauftritts in Ordnung sind und nur Teilbereiche beanstandet werden. Beispiele hierfür sind Affiliate-Portale oder Foren mit minderwertigem Content.

Ein Affiliate-Portal sollte man am besten durchgehend mit nofollow-Links versehen. Ein nützliches Plugin ist „WP Nofollow Post“. Foren müssen gepflegt werden, indem man minderwertige Inhalte löscht. Wie könnten nun eine Antwort an Google aussehen? Im folgenden ein Beispiel:

„Sehr geehrte Damen und Herren

Vielen Dank für Ihre Mitteilung in den Webmastertools. Wir haben die Richtlinien für Webmaster nochmals genau durchgelesen. Die damit in Zusammenhang stehenden Fehler haben wir beseitigt. Wir haben in der Vergangenheit Linkverkäufe ….. getätigt. Die betreffenden Artikel sind komplett gelöscht.

  • hier Liste mit gelöschten Artikeln eingeben
  • Artikel angeben, die mit rel=“nofollow“ versehen wurden

Die Richtlinien für Affiliate-Seiten haben wir ebenfalls aufmerksam studiert. Es stimmt, dass unser Gutscheinportal ……. noch sehr rudimentär ist. Entsprechende Massnahmen, d.h. aussagekräftige Texte zuhanden unserer Kunden sind bereits in Auftrag gegeben.

Oder: Es ist richtig, dass unser Forum über einen längeren Zeitraum nicht mehr gepflegt wurde. Wir haben dieses Versäumnis nun nachgeholt und das Forum auf den neuesten Stand gebracht.

Bitte teilen Sie uns mit, falls Sie weitere Informationen benötigen. Gerne stehe ich Ihnen in diesem Fall zur Verfügung. Freundliche Grüsse, (Name, E-Mail und Telefonnummer)“

Der Lohn für die Mühe

Google verspricht, sich innerhalb von zwei bis sechs Wochen zu melden. Häufig geschieht dies weitaus schneller. Falls eine manuelle Massnahme aufgehoben wurde, dauert es dann noch einige Tage, bis der PageRank wieder wie gewohnt erscheint oder die Suchergebnisse in der gewohnten Form wieder in Erscheinung treten.

„Sehr geehrter Webmaster von xy.de/,

wir haben den Antrag eines Website-Inhabers auf erneute Überprüfung von xy.de/ bearbeitet und die zuvor auf Ihre Website angewandten Maßnahmen aufgehoben. Bei der Überprüfung Ihrer Website konnten wir feststellen, dass die Verstöße gegen unsere Qualitätsrichtlinien behoben wurden.

Auf der Seite Manuelle Maßnahmen in den Webmaster-Tools können Sie sehen, welche Maßnahmen aktuell auf Ihrer Website angewandt werden. Es kann einige Zeit dauern, bevor der neueste Status Ihrer Website auf dieser Seite und in unseren Suchergebnissen angezeigt wird.

Auch ohne manuelle Maßnahmen auf Ihrer Website gibt es andere Ursachen, die das Ranking bzw. die Darstellung Ihrer Website in den Suchergebnissen beeinflussen können. Google nutzt mehr als 200 verschiedene Signale, um die Reihenfolge der Suchergebnisse zu ermitteln. Gewisse Schwankungen im Ranking können von Zeit zu Zeit entstehen, da wir Updates durchführen, um unseren Nutzern stets die besten Ergebnisse zu bieten. Das Ranking Ihrer Website kann sich auch aufgrund gefundener Sicherheitsprobleme ändern. Auf unserer Seite Sicherheitsprobleme können Sie überprüfen, ob wir Hacking auf Ihrer Website entdeckt haben.

Wenn Ihre Website weiterhin nicht korrekt in unseren Suchergebnissen angezeigt wird, lesen Sie unsere Hilfe mit Anleitungen zur Ermittlung des Problems.

Vielen Dank, dass Sie uns dabei helfen, die Qualität unserer Suchergebnisse für unsere Nutzer zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen
Das Google Search Quality Team“

Eine Anmerkung zum Schluss: man sollte darauf verzichten, Geschäftspartner anzuschwärzen. Der Google Algorithmus ist nicht perfekt. Google sammelt aber natürlich die Informationen aus diesen Rückmeldungen. Ebenso können Informationen aus Gmail gesammelt werden. Es wäre also für einen SEO ratsam, sich keine Gmail-Adresse zuzulegen.

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